Leidenschaft beeindruckt.
Für den 54-jährigen Hugo Claß, der sonst Imagefilme oder Konzert- und Musikvideos produziert, war es eine der ersten Dokumentationen in dieser Größenordnung. Um welche Dimension es dabei in Wirklichkeit gegangen sei, sei ihm allerdings erst nach und nach klar geworden. Zwar im Raum Markgröningen – die Schäferlauf-Schwesterstadt – aufgewachsen, sei er in der Thematik zuvor nicht allzu vertieft gewesen. Doch das änderte sich mit jedem Drehtag: „Da habe ich gemerkt, wie sehr der Schäferlauf in Urach verwurzelt ist.“ Das, aber auch die Leidenschaft, mit der das Fest gelebt werde, habe ihn nachhaltig beeindruckt – gleichzeitig aber auch den Druck erhöht, der Bedeutung gerecht zu werden.
Noch bevor am Mittwoch im Kinosaal das Licht aus- und der Projektor anging, bewegte er sich in einer Gefühlswelt zwischen Nervosität und Vorfreude. Doch selbstbewusst genug, sagte er auch: „Ich glaube, dass wir ein sehr gutes Ergebnis haben.“ Und er sollte Recht behalten. Noch während der Abspann lief, brandete jedenfalls im Kinosaal großer Beifall auf.
Zu sehen waren helle Mienen und auf den Filmemacher prasselte viel Zuspruch und Lob ein. Und da wollte auch Bürgermeister Elmar Rebmann nicht zurückstehen, angesichts eines „tollen Films“, wie er Claß dankte. An die Hauptdarsteller, die versammelten Schäferlauf-Akteure im Publikum gerichtet: „Sie alle miteinander seid das Gesicht des Schäferlaufs.“ Die Bereitschaft und das Engagement habe einen großen Anteil an dem positiven Feedback, das der Jubiläums-Schäferlauf erhalten habe.